
September ist für Heiko Thieme kein Monat für Panik, sondern für Vorbereitung. Nach dem Rücksetzer hält er weiteren Verkaufsdruck bis in den Bereich zwischen 24.000 und 24.500 DAX-Punkten für möglich, bleibt aber bei seinem Jahresziel von 27.500 Punkten. Seine Konsequenz: rund 20 % Liquidität halten, Gewinne diszipliniert sichern und Rücksetzer im September und Oktober als Kaufchance für das Jahresende nutzen. Ab 25 % Kursplus empfiehlt Thieme Teilgewinnmitnahmen, bei 35 % die nächste Tranche und beim Rest konsequente Absicherung. Ölpreise um 110 USD und höhere Zinsen belasten, einen Crash erwartet er dennoch nicht: Unternehmen hätten gelernt, Inflation über Preise weiterzugeben und erzielten weiter starke Gewinne. Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen ab 5 % sieht er allerdings als echte Konkurrenz für Aktien. Bei KI warnt Thieme vor Kontrollrisiken, bleibt langfristig aber ausgesprochen optimistisch: Für ihn ist „.ai“ die nächste Entwicklungsstufe von „.com“. Konkret nennt er nach Rücksetzern Micron Technology und Texas Instruments als Kaufideen, Mota-Engil SGPS SA als spekulativere Beimischung.
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