Heiko Thieme bleibt optimistisch: "Ich bleibe bei 27.500." Trotz Brasilien-Crash, US-Wahlen und Frankreichs Schuldenkrise erwartet er steigende Börsen bis Jahresende. KI bleibt der wichtigste Wachstumstreiber. Entscheidend sind Geduld, Liquidität und antizyklisches Investieren.
Zum Tod von Gottfried Heller erinnert Heiko an einen außergewöhnlichen Börsianer und Weggefährten André Kostolanys. Auch Roland Leuschel würdigt er. Brasiliens Börsencrash nach Lulas Wahlsieg sieht Heiko nicht als unmittelbare Kaufgelegenheit. Bei China bleibt er langfristig zuversichtlich, warnt aber vor überzogenen Erwartungen. Trump, die Midterms und Audis umstrittener US-Auftritt liefern politischen Zündstoff. Frankreichs Schulden bereiten Sorgen - doch Heiko vertraut auf Europas Handlungsfähigkeit. Dazu die Notenbankwoche, KI, SAP, Telekom und konkrete Antworten auf die Depotfragen der Clubmitglieder. Die Themen und Heikos Einschätzungen im Detail: Gottfried Heller: Heiko erinnert an die Seriosität des FIDUKA-Mitgründers. Dessen Buch "Die Revolution der Geldanlage" hat ihn nachhaltig beeindruckt. "Dieses Buch ist für mich nach wie vor ein Muss." Heiko würdigt ebenso den kürzlich verstorbenen Crash-Propheten Roland Leuschel. Brasilien: Lula gewinnt, die Börse stürzt ab. Heiko warnt vor Korruption und Währungsrisiken. "Ich würde mich nicht daran beteiligen." Eine kleine Lateinamerika-Beimischung hält er dennoch für vertretbar. Trump und Audi: Eine Woche vor den Midterms sorgt Audis Auftritt bei Trump für Diskussionen. Heiko erkennt wirtschaftliches Kalkül, sieht aber politische Risiken. Die Fragen der Clubmitglieder:- Holger - Münchener Rück: 12 % Gewinn. Verkaufen oder halten? Heiko bevorzugt einen Teilverkauf und die Absicherung der Restposition.
- Gerhard - China: Franklin FTSE China ETF mit 18 % Verlust. Auf 10 % Depotgewicht erhöhen? "Ich halte 10 Prozent für China momentan noch für ein bisschen zu viel." Heiko rät zu Geduld und höchstens vorsichtigen Nachkäufen.
- Franz - Vonovia: Dritte Tranche trotz steigender Zinsen? Heiko sieht Chancen nach dem Kursrückgang, warnt aber vor politischen Risiken. Zwei Prozent Depotgewicht hält er für angemessen.