Oktober 20

Heiko Thieme: 39 Jahre nach dem Crash – antizyklisch kaufen, wenn andere verkaufen. Geduld zahlt sich aus!

39 Jahre nach dem Schwarzen Montag erinnert Heiko Thieme an seinen legendären Fernsehauftritt. Der Dow Jones verliert am 19. Oktober 1987 ganze 22,6 %. Doch Thieme erkennt eine historische Kaufchance: "Das war der kürzeste Crash." Seine Botschaft: "Jetzt kaufen!"

Was haben Anleger aus 1987 gelernt? Thieme erklärt, warum antizyklisches Handeln Mut verlangt. Er kauft lieber, was andere verkaufen. Und er zeigt, warum Geduld an der Börse oft mehr bringt als hektisches Handeln.


39 Jahre Schwarzer Montag - Fehler und Lehren

Heiko Thieme erzählt die Geschichte seines legendären ZDF-Auftritts aus New York. Gegen die Meinung vieler Kollegen empfiehlt er nach dem historischen Börsensturz den Einstieg. 22 Monate später erreicht der Dow Jones einen neuen Höchststand. Seine Lehre: Unternehmen prüfen, Risiken streuen und Emotionen kontrollieren. "Als Antizykliker sehe ich nur Gesichter", sagt Thieme.

KI-Casino - Revolution oder Spekulationsblase? Broadcom-Chef Hock Tan vergleicht manche KI-Investoren mit Casinospielern. Thieme sieht eine technologische Revolution, aber auch gefährliche Übertreibungen. Er erwartet anhaltende Kursschwankungen. Seine Strategie: Gefallene Qualitätsaktien schrittweise in Tranchen kaufen.

Die Clubmitglieder fragen - Heiko antwortet

Commerzbank und UniCredit: Axel hält Commerzbank-Aktien seit Jahren. Sein Einstiegskurs liegt bei 8,50 Euro. Thieme empfiehlt Teilgewinnmitnahmen. UniCredit erscheint ihm aufgrund der Analystenschätzungen aussichtsreicher.

Gerresheimer und Redcare Pharmacy: Michael beweist starke Nerven. Nach drei Tranchen liegt er jeweils 50 % im Minus. Er kauft nach und realisiert schließlich 35 % Gewinn. Ein gelungenes Beispiel für antizyklisches Handeln.

Micron Technology: Michael hat 20 % Gewinn gesichert. Thieme sieht weitere Chancen, rät beim Wiedereinstieg aber zunächst zum Abwarten.

Ambiq Micro: Manuela interessiert sich für den kleinen US-Halbleiterentwickler. Thieme kennt das Unternehmen nicht ausreichend für eine konkrete Empfehlung. Er erläutert die Risiken solcher Spezialwerte.

Geopolitik und US-Midterms Die US-Zwischenwahlen am 3. November bereiten Thieme Sorgen. Er warnt vor möglichen Konflikten um die Wahlergebnisse. Auch den Ukrainekrieg und Russlands Rolle betrachtet er kritisch. Europa müsse stärker zusammenstehen. Hohe Ölpreise verschärfen zusätzlich den Inflationsdruck.

DAX-Ziel 27.500 Punkte - Thieme bleibt Optimist Thieme hält an seinem anspruchsvollen Jahresziel fest. China bleibt für ihn mit 5 bis 10 % Depotanteil interessant, bevorzugt über ETFs. Bei Einzelaktien nennt er Heidelberg Materials, Infineon, Deutsche Bank und Mensch und Maschine. Auch Allianz, Münchener Rück und Hannover Rück hält er für kaufenswert. Seine wichtigste Regel: 20 % Liquidität halten. So bleiben Anleger bei Rücksetzern handlungsfähig.

Seminartipp: Hans A. Bernecker am Donnerstag, 22. Oktober Heiko empfiehlt ausdrücklich das Börsenseminar seines langjährigen Freundes Hans A. Bernecker. Er schätzt dessen jahrzehntelange Börsenerfahrung.

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Zum Webinar: https://www.bernecker.info/webinar-261022